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Advokaturbüro Jeanneret Vezzini
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Gebührenordnung
Konventionaltarif vom 25. Januar 1974
Stand 1. Juli 1997

Art. 1
Soweit nicht die Anwendung einer staatlichen Gebührenordnung vorgesehen ist oder mit dem Klienten andere Ansätze vereinbart worden sind, richtet sich die vom Klienten an seinen Anwalt für dessen Arbeit zu bezahlende Vergütung nach der vorliegenden Gebührenordnung.

Art. 2
Die Grundlage für die Festsetzung des Honorars bilden - die mit der Sache verbundene Verantwortung - der nach den Umständen gebotene Zeitaufwand des Anwaltes - die Bedeutung der Sache für den Auftraggeber - die wirtschaftlichen Verhältnisse des Auftraggebers

Art. 3
Das Grundhonorar beträgt Fr. 210.-- pro Stunde (berechnet nach einem Stand des Landesindexes der Konsumentenpreise des BIGA von 282.0 Punkten). Es wird auf Beginn jeden Jahres vom Vorstand verbindlich dem jeweiligen Stand des Landesindexes angepasst. Für Arbeiten, die besonders dringlich oder ausserhalb der Bürozeit geleistet werden müssen, oder bei Sachen, die Kenntnisse einer Fremdsprache erfordern, kann das Grundhonorar bis zu 50% erhöht werden. Reisezeit gilt als Arbeitszeit.

Art. 4
Bei Bedürftigkeit des Auftraggebers, bei bedeutenden Interessen oder für eine gemeinnützige Sache kann das Honorar reduziert oder ganz erlassen werden.

Art. 5
Das nach Art. 3 berechnete Honorar erfährt, entsprechend der wirtschaftlichen oder immateriellen Bedeutung des Geschäftes für den Klienten, eine angemessene Erhöhung.
a) Demgemäss erhöht sich das Honorar bei einem Interessenwert: von Fr. 20'000.-- bis Fr. 50'000.-- bis auf max. das 2-fache des nach Art. 3 berechneten Betrages von Fr. 50'000.-- bis Fr. 100'000.-- bis auf max. das 2 1Ú2-fache von Fr. 100'000.-- bis Fr. 300'000.-- bis auf max. das 3-fache von Fr. 300'000.-- bis Fr. 600'000.-- bis auf max. das 3 1Ú2-fache von Fr. 600'000.-- bis Fr. 1 Mio bis auf max. das 4-fache von Fr. 1 Mio bis Fr. 2 Mio bis auf max. das 4 1Ú2-fache von über Fr. 2 Mio. bis auf max. das 5-fache
b) Ist die Sache für den Klienten von grosser immaterieller Bedeutung und kann ein Interessenwert nicht festgelegt werden, kann das Grundhonorar angemessen erhöht werden, maximal bis zum Dreifachen des nach Art. 3 berechneten Betrages.

Art. 6
Die Auslagen werden dem Klienten gesondert belastet. Dabei wird für Fahrten das Bahnbillet erster Klasse oder bei Benützung des Autos ein durch den Vorstand festzusetzenden Betrag* pro km in Rechnung gestellt. *Fr. -.80

Art. 7
In Schiedsgerichtssachen findet für die Anwaltstätigkeit die Gebührenordnung für streitige Gerichtssachen Anwendung.

Art. 8
Für das Inkasso von Geldern kann neben dem Grundhonorar für den Zeitaufwand eine Gebühr von 2% der eingetriebenen Gelder berechnet werden. Ein weiterer Zuschlag gemäss Art. 5 ist in diesem Falle nicht zulässig.

Art. 9
Für die Vermögensverwaltung wird zum Grundhonorar ein Zuschlag bis zu 5% des Bruttoertrages oder 5 o/oo des verwalteten Reinvermögens berechnet. Die Anwendung von Art. 5 ist in diesen Fällen nicht zulässig. Der vorstehende Tarif wurde am a.o. Anwaltstag vom 25. Januar 1974 beschlossen und tritt am 1. Januar 1974 in Kraft. Er ist für die Mitglieder des Bernischen Anwaltsverbandes verbindlich.

Der Präsident: Dr. Gis Hochstrasser
Der Sekretär: Guido Rieder